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Unterstützte Kommunikation

Konzeption zur Unterstützten Kommunikation an der SGW

Stand: Dezember 2020


Unterstützte Kommunikation bedeutet für uns an der Schule Gröninger Weg unseren nicht und wenig sprechenden Schüler*innen größtmögliche Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Wir gehen davon aus, dass jede(r) Schüler*in ein Grundbedürfnis nach
Kommunikation hat.


„Unterstützte Kommunikation ist die deutsche Bezeichnung für das international etablierte Fachgebiet AAC (Augmentative and Alternative Communication)“ (zitiert nach Braun). Die SGW macht sich zur Aufgabe multimodale Kommunikationswege anzubieten, d.h. Lautsprache, körpereigene Kommunikationsformen (z.B. Gebärden) sowie externe Hilfsmittel (z.B. Symbole) oder Sprachausgabegeräte stehen  gleichberechtigt nebeneinander und werden im Schulalltag eingesetzt. Die Schule setzt sich für Offenheit und alle Formen der Unterstützten Kommunikation ein und forciert Lehrerfortbildung in diesem Bereich.

 

Dabei sind uns folgende Ziele wichtig:

  • Bedürfnisse äußern und Fragen beantworten
  • Auswahl und Entscheidungen treffen
  • Meinungen, Protest und Gefühle äußern
  • Erzählen und Erinnerungen mitteilen
  • Soziale Kontakte

 

Es betrifft diesen Personenkreis:

  • nicht sprechende Schüler*innen
  • wenig sprechende Schüler*innen
  • schwer verständlich sprechende Schüler*innen
  • Schüler*innen mit eingeschränktem Sprachverständnis
  • Mehrsprachigkeit (Migrationshintergrund)


Die unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten:

  • werden von den Lehrkräften vorgelebt und benutzt (durch die Methode des Modelling)
  • sind schülerorientiert
  • dienen als Kommunikationshilfe oder als Lernhilfe zur Kommunikation
  • werden im Schulhaus zur Orientierung und Strukturierung eingesetzt
  • können spielerisch genutzt werden
  • erleichtern die Kommunikation in Alltagssituationen, in der Einzelförderung und in der Familie
  • bieten eine Strukturierung und Visualisierung in Zeit und Raum, beim Lernen und Arbeiten und im zwischenmenschlichen Umgang miteinander


Folgende Festlegungen zur Unterstützten Kommunikation gibt es an der SGW:

  • Gebärdensystem: „Schau doch meine Hände an“
  • Symbolsystem: Metacom
  • Gebärdengrundwortschatz aus den Bereichen Grundbedürfnisse, Gesundheit, Freizeit, Streit und Zeit
  • Lautgebärdensystem der Kieler Lauthandzeichen
  • Ganzwort-Bild / Symbol / Gebärde zur Einführung neuer Inhalte
  • Einheitliche Stundenplansymbole
  • Schüler- und Lehrergebärden visualisiert im Klassenraum / im Schulhaus
  • ein regelmäßig stattfindender Gebärdensingkreis mit dem monatlichen Gebärdenlied
  • Visualisiertes Schulhaus (Klassenzimmer, Regeln, Raumschilder)
  • Sprechender Speiseplan
  • Dokumentationsbogen für UK-Nutzer*innen, der am Ende eines Schuljahres ausgefüllt wird

 

Die SGW hat einen Arbeitskreis „Unterstützte Kommunikation“, der sich mit der Weiterentwicklung und der Implementierung derselben befasst. Die Mitglieder des Arbeitskreises setzen sich mit neuen Materialien auseinander, tauschen sich über UK-Nutzer*innen aus, stellen angefertigtes Material zur Verfügung und beantworten Fragen aus dem Kollegium.

 

(UK-Konzeption SGW)

 

UK SGW 1

 

UK SGW 2